Viadrina

Ines Staats

Die erste brandenburgische Landesuniversität wurde 1506 in Frankfurt an der Oder gegründet. Ihr Name „Viadrina“ deutet auf den nahe gelegenen Fluss Oder hin. Erste Pläne für die Hochschule unter Kurfürst Johann von Brandenburg (1455–1499) verwirklichten dessen Söhne, Kurfürst Joachim I. (1484–1535) und sein Bruder Albrecht (1490–1545), der spätere Erzbischof von Magdeburg und Mainz sowie Kardinal. Zum Festakt der mit Zustimmung von König Maximilian I. (1459–1519) und Papst Julius II. (1443–1513) gegründeten Universität (Abb. 1) erschienen die Brüder am 26. April 1506 persönlich (Höhle 2002, 11-12, 17, 19).

Verfassung und Fakultäten

Verfassung und Statuten der Viadrina richteten sich nach dem Vorbild der  Universität Leipzig. Auf den von dort stammenden Gründungsrektor Konrad Wimpina (um 1460–1531) (Abb. 2) folgte 1539 Georg Sabinus (1508–1560), der spätere Rektor der Königsberger Universität und Schwiegersohn des Reformators Philipp Melanchthon (1497–1560) (Knefelkamp 2009, 29–30, 34). Kanzler der Viadrina war der Bischof von Lebus, in dessen Diözese Frankfurt an der Oder lag; zunächst Dietrich von Bülow (1460–1523) und danach Georg von Blumenthal (1490–1550) (Höhle 2002, 29–32). Die Immatrikulierten wurden in vier erwünschte Einzugsgebiete eingeteilt, in eine märkische, fränkische, schlesische und preußische Nation. Die zahlenmäßig stärkste Gruppe war die märkische, gefolgt von der fränkischen, aufgrund der Studenten aus den dortigen Gebieten der Hohenzollern. Wegen des Interesses an einem Zuzug aus dem Osten waren auch die schlesische und preußische Nation vorgesehen. An dieser Nationenverfassung der Viadrina ist die Orientierung an der Leipziger Universität deutlich zu erkennen (Höhle 2002, 33–34).   

Zuerst durchliefen die ausschließlich männlichen Studierenden die Philosophische Fakultät. Hier vertieften sie unter anderem ihre Kenntnisse in Rhetorik, Poesie, Logik, Mathematik, Griechisch, Latein und Hebräisch und erwarben meist das Bakkalaureat und den Magister. Danach studierten sie an einer der drei höheren Fakultäten Theologie, Recht oder Medizin. In den drei letztgenannten Fächern konnten der Bakkalaureus, das Lizenziat und der Doktortitel erworben werden. Professorensöhne und -neffen wurden häufig unter dem Rektorat ihres Vaters oder Onkels immatrikuliert, ein Beispiel ist Johannes Radtmann, Neffe des im Sommersemester 1566 amtierenden Rektors und Juristen, Bartholomäus Radtmann d. Ä. (1515–1585) (Friedlaender 1887, 187).

An allen vier Fakultäten bestand die Chance auf eine Wissenschaftskarriere. Jedem Professor stand innerhalb seines Fakultätskollegiums ein bestimmter Rang zu, sodass er nicht sofort erster Professor werden konnte, sondern beim Tod oder Wegzug eines Kollegen in die nächste Position aufstieg (Asche 2012, 203, 225ff.). Die Statuten sahen an den höheren Fakultäten vier Theologieprofessoren, fünf Rechtsprofessoren und zwei Medizinprofessoren vor, während die größere Anzahl an Philosophieprofessoren variierte (Schwengler 1988, 88). Neben ihrer Tätigkeit an der Universität waren einzelne Hochschullehrer nicht selten in weiteren Anstellungen im Fürstendienst aktiv, etwa als Mathematikprofessor und Hofmathematicus, als Theologieprofessor und Superintendent oder Hofprediger, als Rechtsprofessor und kurfürstlicher Rat oder als Medizinprofessor und Leibarzt der Herrscherfamilie. Aufgabe der Universität war die Ausbildung von Experten für Kirche, Verwaltung oder auch die medizinische Versorgung Brandenburgs (Knefelkamp 2009, 29).

Reformation 1539 und kurfürstlicher Konfessionswechsel 1613

Seit dem Durchbruch der Reformation 1521 waren die jährlichen Anmeldezahlen der Studenten an der zunächst katholisch gebliebenen Universität wie auch an anderen Hochschulen zurückgegangen (Modrow 2006, 15). Im Kurfürstentum Brandenburg setzte sich die reformatorische Bewegung bekanntlich später als in anderen Territorien durch: 1539 empfing Kurfürst Joachim II. von Brandenburg (1505–1571) das Abendmahl in beiderlei Gestalt und veröffentlichte 1540 eine Kirchenordnung, die das lutherische Abendmahl bei gleichzeitiger Beibehaltung katholischer Bräuche vorsah (Höhle 2002, 408, 414). Die Einführung der Reformation ermöglichte die Neustrukturierung der Viadrina, weil Einkünfte aus der Säkularisierung von Klostereigentum nun der Hochschule zugutekamen (Knefelkamp 2009, 30). Seit 1540 unterzog der Kurfürst die Universität einer grundlegenden Reform und ließ sowohl Unterrichtsinhalte als auch Berufungsverfahren auf die neue Glaubensrichtung abstimmen. Trotz Visitation im Jahr 1540 und Neuregelungen 1564 und 1572 entwickelte sich die Viadrina jedoch nur langsam zu einer lutherischen Universität (Modrow 2006, 16–18).

Der Urenkel Joachims II., Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg (1572–1619), trat am 25. Dezember 1613 vom Luthertum zum reformierten Bekenntnis über und plante, die Viadrina ab 1614 entsprechend calvinistisch auszurichten. Trotz der Berufung reformierter Theologieprofessoren an die Universität – Wolfgang Crell d. J. (1592–1664), Johann Bergius (1587–1658) und Gregor Francke (1583–1651) – verfolgte deren Fakultät einen Ausgleich zwischen Luthertum und reformiertem Glauben (Jaser 2017, 124, 127–128, 130). Erst für spätere Zeiten sind Auswirkungen auf den Zusammenhalt der Professoren überliefert. So sollte es 1639 zum Eklat zwischen lutherischen und reformierten Hochschullehrern kommen: In seinen Protest gegen die Berufung des lutherischen Theologieprofessors Simon Ursinus (1599–1644) bezog Gregor Francke den Medizinprofessor Gottfried Weidner (1584–1639) und den Physikprofessor Tobias Magirus (1586–1652) als Reformierte anderer Fakultäten ein und wurde wegen dieses Vorgehens von Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595–1640) ermahnt (GStA PK, I. HA, Rep. 51, Nr. 69, Fasz. 1).

Die Viadrina im Dreißigjährigen Krieg 1618–1648

Im Dreißigjährigen Krieg waren die Auswirkungen für die Stadt Frankfurt an der Oder und die Universität anfänglich überschaubar; zerstörerische Kriegsfolgen traten erst ab 1627 ein, als Wallenstein (1583–1634) auch Professorenhäuser beschlagnahmte und am 3. April 1631 die Soldaten König Gustavs II. Adolf v. Schweden (1594–1632) die Stadt überfielen. Die Vereinnahmung der Wohnungen von Lehrenden war ein Problem, weil zudem dort Unterricht für Studenten stattfand (Knefelkamp 2009, 31).

In den 1630er und 1640er Jahren gefährdeten gelegentlich oder dauerhaft vakante Professuren den ordnungsgemäßen Lehrbetrieb der Viadrina. An der Philosophischen Fakultät gab es z.B. Ausfälle in Rhetorik, Logik und Mathematik, wobei in letztgenanntem Fach die Vakanz nach dem Tod Benjamin Ursinus’ (1587–1633) sogar zwei Jahrzehnte dauerte (GStA PK, I. HA, Rep. 51, Nr. 9a, Vol. 1, Vol. 2; Rep. 51, Nr. 92). Auch an den drei höheren Fakultäten – Theologie, Recht und Medizin – waren nicht alle Lehrstühle besetzt. Jahrelang ausbleibende Gehälter wegen Ernteausfällen der Universitätsgüter, die Flucht von Professoren und Studenten aus der Stadt sowie Raub und Einquartierungen hatten einen Personalmangel zur Folge.

Diese Störungen des ordnungsgemäßen Lehrbetriebs verhinderten die Ausbildung von genügend Fachkräften für das Territorium, sodass mangels Landeskindern auch Lehrer und Prediger von anderen Hochschulen angeworben werden mussten (GStA PK, I. HA, Rep. 9a). Der Kurfürst von Brandenburg zwang schließlich wegen der Engpässe seine Philosophie-Ordinarien, außerplanmäßig ein weiteres Fach zu unterrichten, auch an einer anderen Fakultät. 1641 etwa bestand der Herrscher auf der Pflicht für Professoren der Philosophischen Fakultät, als Theologie-Extraordinarien zu lehren, weil dies an anderen Universitäten ebenfalls so praktiziert werde (GStA PK, I. HA, Rep. 9a).

Familiäre Netzwerke

Familiäre Netzwerke an der Viadrina waren bereits seit dem 16. Jahrhundert durch Heiraten zwischen Professorenfamilien entstanden. Ohne die Ehefrauen, Töchter und Schwestern der Hochschullehrer wäre die Viadrina im 16. und 17. Jahrhundert nicht denkbar. Spätestens seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts lehrte der Schwiegersohn oft an derselben Fakultät wie sein Schwiegervater, z.B. in Medizin Gottfried Weidner, welcher Dorothea Seiler († 1646), die einzige überlebende Tochter seines Vorgängers, Georg Seiler (1564–1606), geheiratet hatte. Wichtige Quellen für Forschungen zu den Professoren-Frauen sind Leichenpredigten sowie die im Kirchenarchiv St. Gertraud in Frankfurt an der Oder verwahrten Tauf-, Trau- und Sterbebücher.

Besonders häufig heirateten die Juristen untereinander, ein Beispiel hierfür sind vier Generationen von Rechtsprofessoren in der Familie Radtmann-Gerstmann: Catharina Radtmann (1560–1623), die Nichte Bartholomäus Radtmanns d. Ä., heiratete Sebastian Gerstmann d. Ä. (1542–1601). Aus dieser Ehe gingen u.a. die Töchter Eva († 1614), Ursula und Catharina Gerstmann hervor. Eva heiratete 1612 Laurentius Colasius (1579–1646), ihre Schwester Ursula erst Jeremias Setzer (1568–1608) und als Witwe Johann Neander (1572–1640), die dritte Schwester, Catharina, ehelichte Elias Röber (1565–1599) und nach dessen frühem Tod Matthias Polenius (ca. 1579–1631). Der Sohn Elias Röbers und Catharina Gerstmanns, Sebastian Röber (1593–1627), war zwar kein Ordinarius, aber als Substitut die vierte Rechtsprofessoren-Generation in dieser Familie.

Auch an der Theologischen, Medizinischen und Philosophischen Fakultät sind Hochzeiten untereinander oder sogar fakultätsübergreifend nachweisbar. So brachte Hedwig Knobloch, Schwester des berühmten Medizinprofessors Johann Knobloch d. Ä. (1529–1599), als Ehefrau des Theologieprofessors und Generalsuperintendenten Christoph Cornerus d. Ä. (1518–1594) insgesamt 14 Kinder zur Welt. Darunter war Christoph Cornerus d. J. († 1594), kurze Zeit an der Philosophischen Fakultät Latein-Extraordinarius, welcher wenige Monate nach dem Tod seines Vaters in Frankfurt an der Oder hingerichtet wurde.

Der Frankfurter Pastor und Theologieprofessor Andreas Wenzel (ca. 1556–1613) heiratete als Witwer in zweiter Ehe Anna Köppen, Tochter des Rechtsprofessors Johann Köppen d. Ä. (1531–1611). Damit war Wenzel Schwager des Konsistorialpräsidenten Johann Köppen d. J. (1564–1630). Mit Anna Köppen hatte Andreas Wenzel den Sohn Christianus (~ 1604) und die früh verstorbene Tochter Anna (1603–1606), aus erster Ehe mit Anna v. Kamptz (1546–1599) stammte sein sehbehinderter Sohn Andreas (KA St. Gertraud, 12956, Bl. 49r; SBB-PK Berlin, 23 in: Ah 10940; GStA PK, Rep. 47, Lit. F 2).

Vom 17. Jahrhundert bis zum Umzug nach Breslau 1811

Seit dem 17. Jahrhundert gestalteten die Gelehrten der Viadrina wesentliche Entwicklungen des brandenburgischen Staatswesens mit, etwa durch die Beamtenausbildung an der Juristenfakultät oder bei der Erarbeitung von Pestordnungen durch die Mediziner (Knefelkamp 2009, 31).

Zu den bekanntesten Hochschullehrern in dieser Zeit gehörte Johann Christoph Bekmann (1641–1717), Universitätsbibliothekar und Professor für Geschichte, Griechisch, Politik und Theologie. Auf Initiative des Verfassers der „Notitia Universitatis Francofurtanae“ zum 200-jährigen Universitätsjubiläum und zahlreicher weiterer Publikationen entstand u.a. auch der botanische Garten (Eichler 1998, 40). An das alte Kollegienhaus, welches die Universitätsbibliothek beherbergt hatte und das Anfang der 1960er Jahre abgerissen wurde, erinnert heute ein Relief in der Reliefmauer am Lennépark in Frankfurt (Abb. 3).

Im 18. Jahrhundert beteiligten sich Frankfurter Juristen an der Ausarbeitung des „Preußischen Allgemeinen Landrechts“ von 1794; als Vertreter der Aufklärung wirkten Alexander Gottlieb Baumgarten (1714–1762), Joachim Georg Darjes (1714–1791) und Gotthilf Samuel Steinbart (1738–1809) (Knefelkamp 2009, 31). Die Kameralistik etablierte sich als Lehrfach in Frankfurt an der Oder zwar nicht dauerhaft, setzte jedoch für andere Universitäten wegweisende Impulse (Sandl 2008, 195–196, 198).   

Während der Napoleonischen Kriege hat die Viadrina nach dem Frieden von Tilsit 1807 zunächst mehr Studierende gewinnen können, war dann jedoch zunehmend in Schwierigkeiten geraten. Die territoriale Neuordnung hatte zur Folge, dass Einnahmen aus Universitätsgütern, die in der Altmark lagen, gefährdet waren und aufgrund von Kriegseinwirkungen geringer ausfielen. Weil gleichzeitig die Leopoldina in Breslau ihren Studienbetrieb nur schwer hatte aufrechterhalten können, war bereits 1808 ein Entwurf für die Verlegung der Frankfurter Hochschule nach Breslau entstanden. Zudem konkurrierte die Viadrina seit dem Herbst 1810 um Studierende mit der neu gegründeten Universität in Berlin (dazu: Knefelkamp 2009, 32).

Die Verlegung der Viadrina 1811 nach Breslau bildete eine Zäsur, obwohl nicht alle Hochschullehrer mitzogen; sowohl die meisten Bücher als auch der botanische Garten wurden aus Frankfurt entfernt, Fakultäten, Sammlungen sowie Museen zusammengelegt (Knefelkamp 2009, 32). Wichtige Quellen zur Geschichte der Viadrina befinden sich deshalb noch heute in Breslau. Damit endete vorerst die bis dahin 305-jährige Geschichte des Universitätsstandortes Frankfurt an der Oder.

Neugründung 1991

Nach dem Ende der DDR und der Neugründung des Landes Brandenburg wurde die Viadrina als Europa-Universität eingeweiht (Abb. 4). Im Rahmen der Eröffnungsfeier am 6. September 1991 erinnerten der damalige brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (1936–2019) und der neue Universitätsrektor Knut Ipsen an die Geschichte der alten Viadrina von 1506 bis 1811. Sie betonten gleichzeitig die Integrationsfunktion der Hochschule im wiedervereinigten Deutschland und innerhalb Europas (Höhle 2002, 1). Seitdem bildet die Viadrina erfolgreich Fachkräfte in den Rechts-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften aus.

Quellen

Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep. 86 Universität Frankfurt (Oder) – Urkunden Nr. 0, Nr. 1 u. Nr. 2.

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA, Rep. 9a; Rep. 51, Nr. 5a; Rep. 51, Nr. 9a: Vol. 1 u. Vol. 2; Rep. 51, Nr. 47; Rep. 51, Nr. 69, Fasz. 1; Rep. 51, Nr. 92.

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Sign.: Slg. Stolberg 1764–1782, zw. 1767 u. 1768; 22383; 24064.

Kirchenarchiv St. Gertraud in Frankfurt/Oder: Marien Taufbuch 1593–1618, Sign.: 12956; Marien Taufbuch 1618–1660, Sign.: 12957; Marien Sterbebuch 1618–1700, Sign.: 12991.

Marienbibliothek Halle, Sign.: Q 3.52 4° (34).

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Sign.: Hist.Germ.biogr.330.m,misc.18a.

Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Sign.: 11 in: Ay 23732; 12 in: Ay 23732; 23 in: Ah 10940; 5 in: Ee 519; Ee 4005.

Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Sign.: 4 CONC FUN 215 (18b).

Stadtarchiv Braunschweig, Sign.: Film 69, Bd. 77, Nr. 9; Film 75, Bd. 83, Nr. 11.

Stadtarchiv Frankfurt/Oder, Sign.: I 778 (62).

Universitätsbibliothek Breslau, Sign.: 359136.

Becmann, Johann Christoph: Notitia Universitatis Francofurtanae, Una cum Iconibus Personarum Aliquot Illustrium, Aliquorumq; Virorum Egregiorum, Qui eam Praesentia Sua Ac Meritis Illustrarunt, Professorum denique Ordinariorum Qui Anno Seculari Universitatis Secundo vixerunt. [Frankfurt/Oder 1707]. [Siehe: Hier]

Küster, Georg Gottfried: Martin Friedrich Seidels Bilder-Sammlung, in welcher hundert größtentheils in der Mark Brandenburg gebohrne, allerseits aber um dieselbe wohlverdiente Männer vorgestellet werden, mit beygefügter Erläuterung, in welcher derselben merkwürdige Lebens-Umstände  und Schrifften erzehlet werden. Berlin 1751. [Siehe: Hier]

Literatur

Asche, Matthias: Biographische Profile und Rekrutierungsmechanismen von Professoren an kleinen und mittelgrossen protestantischen Universitäten im Heiligen Römischen Reich 1650–1800. Eine prosopographisch-kollektivbiographische Analyse von Professorenlexika. In: Hesse, Christian/Schwinges, Rainer Christoph (Hrsg.): Professorinnen und Professoren gewinnen. Zur Geschichte des Berufungswesens an den Universitäten Mitteleuropas (= Veröffentlichungen der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte; 12). Basel 2012, S. 185–245.

Eichler, Klaus: Zur Geschichte der Medizinischen Fakultät der alten Viadrina. In: Jahresbericht der Forschungsstelle für vergleichende Universitätsgeschichte 1 (1998), S. 30–51.

Höhle, Michael: Universität und Reformation. Die Universität Frankfurt (Oder) von 1506 bis 1550 (= Bonner Beiträge zur Kirchengeschichte; 25). Köln/Weimar/Wien 2002.

Jaser, Nadine: Die Viadrina um 1600. Konfessionalisierung und Koexistenz. In: Deiters, Maria/Kemmether, Gotthard (Hrsg.): Bürger, Pfarrer, Professoren. St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg. Unter Mitarb. von Cornelia Aman und Martin Schieck für die Stadt Frankfurt (Oder) und die Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) – Lebus. Frankfurt (Oder) 2017, S. 124–131.

Knefelkamp, Ulrich: Die alte Viadrina (1506–1811). Ein Rückblick auf ihre Geschichte, herausragende Professoren und Studenten. In: Pyritz, Richard/Schütt, Matthias (Hrsg.): Die Viadrina. Eine Universität als Brücke zwischen Deutschland und Polen. Berlin 2009, S. 29–42.

Löwenstein, J[akob] S[amuel]: Biographien und Schriften der ordentlichen Professoren der Medicin an der Hochschule zu Frankfurth a. O. in den Jahren 1506 bis 1811. In: Central-Magazin für Geschichte und Litterärgeschichte 3 (1848), H. 2, S. 283–315. [Siehe: Hier]

Massenbach, Louis Ferdinand Freiherr von: Die Hohenzollern einst und jetzt. Die königliche Linie in Brandenburg-Preußen. Die fürstliche Linie in Hohenzollern. Bonn 262014.

Modrow, Irina: Wonach in Frankfurt „jeder, der nur wollte, gute Studien machen konnte …“. Eine kleine Geschichte der Viadrina anlässlich ihres 500. Jubiläums (= Jahresbericht/Forschungsstelle für Vergleichende Universitätsgeschichte gemeinsam mit dem Förderverein zur Erforschung der Geschichte der Viadrina; Sonderbd.). Schöneiche bei Berlin 2006.

Sandl, Marcus: Die Viadrina und der Aufstieg der ökonomischen Wissenschaften im Zeitalter der Aufklärung. In: Blänkner, Reinhard (Hrsg.): Europäische Bildungsströme. Die Viadrina im Kontext der europäischen Gelehrtenrepublik der Frühen Neuzeit (1506–1811). Schöneiche bei Berlin 2008, S. 195–222.

Schwengler, Hans-Joachim: Jodocus Willichius, Polyhistor an der Oder-Universität Frankfurt im ersten Jahrhundert ihres Bestehens. In: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte 39 (1988), S. 88–96.

Abbildungsnachweis

Abb. 1: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep. 86 Universität Frankfurt (Oder) – Urkunden Nr. 2.

Abb. 2 https://bawue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=8533 (CC-BY-NC-SA @ Museum im Melanchthonhaus Bretten)

Abb. 3, 4 ©Heide Fest.

Empfohlene Zitierweise

Staats, Ines: Viadrina, publiziert am 24.11.2020; in: Historisches Lexikon Brandenburgs, URL: http://www.brandenburgikon.de (TT.MM.JJJJ)

Kategorien

Epochen: Konfessionelles Zeitalter - Absolutismus / Aufklärung - Preußische Provinz - Land Brandenburg
Themen: Bildung und Kultur


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