Teeröfen und Pechhütten

Mario Huth

Definition und frühe Geschichte

Die Gewinnung von Teer bzw. Pech und deren vielseitige Nutzung in märkischen Landen ist vermutlich sehr alt. Dabei gilt es gleich eingangs festzustellen, dass es sich bei beiden Begrifflichkeiten nicht um Synonyme handelt. Während Teer eindeutig ein Produkt trockener Destillation aus Hölzern oder Kohlen ist, kann man Pech dagegen als ein Folgeprodukt der Teerherstellung bezeichnen. Teer besitzt eine ölige Konsistenz und bleibt halbflüssig bzw. zäh, Pech dagegen behält seine zähflüssige Eigenschaft nur bei großer Hitze und härtet bei Erkalten aus.

Zunächst ist wohl eher Pech gewonnen worden. Hoffmann und Nitsche führen an, dass die Feuersteinspitzen an hölzernen Pfeilen und Speeren steinzeitlicher Jäger eine strapazierbare Befestigung durch Baumharz oder -teer erfuhren. Gemeint ist hier mit großer Wahrscheinlichkeit Birkenpech („Harz“, „Urnenharz“), das neben der Verwendung als natürlicher Klebstoff auch zum Abdichten von hölzernen Hohlkörpern, als Genussmittel zum Kauen sowie zu Dekorationszwecken diente (Hoffmann / Nitsche 2000, 23; Junkmanns 2001, 84–85; Stimming 1914, 193).

Doch schon bald wurde ein ausgeklügeltes Verfahren entwickelt, allgemein als Doppeltopfmethode bezeichnet, bei dem größere Mengen des witterungsbeständigen und feuchtigkeitsresistenten Materials gewonnen werden konnten und auch Teer erzeugt wurde. Die jungslawischen Teersiedetöpfe aus dem uckermärkischen Vietmannsdorf legen darüber beredtes Zeugnis ab. Bei diesem Verfahren wurden zwei Töpfe in einer Erdgrube so ineinander gestellt, dass sich zwischen ihnen ein Hohlraum befand. Das obere der beiden Gefäße, das so genannte Reaktionsgefäß, verfügte über einen Deckel und Durchbrüche im Boden zum darunter befindlichen Auffanggefäß hin. In ihm wurde Holz der Birke, Buche oder Kiefer (= Reaktionsholz) aufgeschichtet. Um diesen Topf herum lagerte man einfaches Brennholz an. Das darunter befindliche Auffanggefäß blieb leer und stand über seine eigene Öffnung und die Bodendurchbrüche in Verbindung mit dem darüber befindlichen Topfraum. Lücken zwischen beiden Gefäßen wurden mit Lehm abgedichtet. Das umlagernde Holz wurde nun in Brand gesteckt und sorgte für eine Wärmezufuhr, die im inneren des Reaktionsgefäßes die flüssigen Bestandteile aus dem Holz treten ließen, die über die Löcher im Boden in das Auffanggefäß tropften. Nach einem Verbrennungsprozess von etwa drei Stunden Dauer befanden sich ungefähr 10% der verbrannten Holzmasse als Teerrückstand im unteren Topf, darüber verblieb ein Rest als Holzkohle.

Mit steigendem, auch überregionalem Bedarf begann man Pech und Teer gewerblich in größeren Anlagen zu gewinnen, den so genannten Teer- oder Pechöfen bzw. Pechhütten. Wenngleich märkische Kaufleute scheinbar bereits im frühen 13. Jahrhundert Pech und Asche in Hamburg und von dort weiter bis nach Flandern und England absetzten, lassen sich die zugehörigen Produktionsstätten im heutigen Brandenburg tatsächlich erst etliche Jahre später nachweisen.  Bei Zehdenick (Landkreis Oberhavel) fand sich 1299 beispielsweise ein „Peckhöfen“, 1311 wohl ein weiterer „Pechovin“ nördlich von Gorden–Staupitz (Landkreis Elbe-Elster). Dort wurde der gewonnene Holzteer durch den „Pechbrenner“ und seine „Pechknechte“ mittels weiteren Erhitzens von seinen flüchtigen Bestandteilen und Wasser getrennt. Das so entstandene Pech fand als wasserfeste Dichtungsmasse Anwendung beim Kalfatern von Schiffsrümpfen und beim Pichen von Bierfässern. Zudem galt es im Mittelalter in siedendem Zustand als gutes Abwehrmittel gegen Belagerer von Burg und Stadt, in Form von Pechfackeln und Pechpfeilen dagegen als probates Mittel der Gegenseite. Pechruten leisteten beim Vogelfang gute Dienste.

Der Teerofenbetrieb

Spätestens mit dem Ende des 16. Jahrhunderts setzt für Brandenburg schließlich eine recht dichte und detailfreudige schriftliche Überlieferung über Teeröfen ein. Deren Funktionsweise war dem bereits beschriebenen Doppeltopf-Prinzip sehr ähnlich, lediglich die Dimensionen waren nun andere. Zudem war die Einrichtung quasi auf den Kopf gestellt. Der oberirdische, aus Ziegelsteinen gemauerte, bienenkorbförmige Teerofen, der aus einem inneren und äußeren Mantel bestand, wurde in seinem Innenraum fast vollständig mit aufgestapeltem Kien (= besonders harzreicher Stammteil eines Kiefernbaumes) bestückt. Im Feuerkanal zwischen äußerem und innerem Mantel wurde ein der jeweiligen Situation angepasstes Feuer unterhalten, das letztendlich die Harzbestandteile des aufgeschichteten Holzes bei etwa 400°C allmählich ausdestillierte. Mittels diverser durchgängiger Zuglöcher konnte die Arbeitstemperatur entsprechend geregelt werden (Abb. 1, 2). Das gewonnene Kienöl setzte sich langsam auf der Bodenplatte des Ofens ab und wurde über eine Rinne als dickflüssiger Teer in ein Auffanggefäß geleitet. Daraus konnte dann in einem weiteren Arbeitsgang, namentlich über das Eindampfen des Teers in einem großen Kessel, Pech hergestellt werden, das, mit einer Kelle ausgeschöpft (Abb. 3) und in ein entsprechendes Auffanggefäß überführt, schließlich erstarrte und in einer händelbaren Form auf den Abtransport wartete. Die zusätzlich anfallenden verkohlten Holzkloben wurden als Holzkohle abgesetzt oder zu Kienruß weiterverarbeitet. Ein solcher „Brand“ dauerte je nach Volumen des Teerofens 3–5 Tage, die Vorbereitung 3–4 Wochen und die Nachbereitung noch einmal 1–1 ½ Wochen. Mehr als acht Brände pro Jahr waren also in der Regel kaum zu schaffen. Dies verleitete allerdings bisher oftmals zu der irrigen Annahme, dass Teeröfen in ihrem Holzverbrauch gemeinhin harmloser gewesen seien, als bisher angenommen. Schaut man sich jedoch entsprechende Unterlagen genauer an, so lässt sich feststellen, dass einige Anlagen trotz drohender Strafen wegen Pachtvertragsbruch ab und zu deutlich über die Gebühr wirtschafteten, um rentabel und konkurrenzfähig zu bleiben. Vom Teerofen in Zootzen (Landkreis Oberhavel) ist z. B. bekannt, dass 1782 innerhalb Jahresfrist 17 Brände getätigt worden sind. Man begründete dieses Vorgehen bei durchgeführter Anhörung der Beteiligten damit, dass bereits „Mangel an Theer schon zum ordinairen Gebrauch war und derselbe zu den schnellen Brückenbau zu Bredereiche und Himmelpfort erfordert wurde.“ (BLHA, Rep. 2, Kurmärk. Kriegs- und Domänenkammer, F 1519, fol. 253r–254r. Schreiben vom 17. 03. 1783.)

Auch wenn Teeröfen nicht selten aufgrund guter Anbindung an den Absatzmarkt an alten Fernhandelsstraßen zu stehen kamen, behielten sie doch wegen ihrer geringen Häuserzahl und der benötigten Waldnähe oftmals den Charakter einer isolierten Kleinsiedlung und waren daher in ihrem Betrieb schwer zu überwachen. Kontakt zum landesherrlichen oder landadligen Verpächter ihrer Anlage waren zumeist die entsprechenden Revierforstbediensteten, die später auch die von den „Teerschwelern“ zu nutzenden Bestände auswiesen. Ferner hatten die recht einsamen Standorte häufig eine familienbetriebliche Struktur zur Folge, bei der die Angestellten des Teerofenpächters oder -besitzers oftmals in die Familie einheirateten oder aber sich dessen Kinder einen Ehepartner bei einem nahegelegenen anderen Ofen zu suchen hatten. Dies hatte mehrere positive Nebeneffekte, da das Personal einen prozentualen Anteil am Reingewinn des Produkts ausgezahlt bekam. Umso mehr musste also der „Teerschweler“ darauf bedacht sein, eine seiner Töchter mit seinen Arbeitern zu verehelichen, um einen potentiellen Nachfolger anlernen zu können, der nicht nur die Ausgaben in der Familie hielt, sondern der sich in der Folge auch um die Zukunft des Betriebes bekümmerte (Abb. 4).

Der Betrieb eines Teerofens war durchaus risikobehaftet, da sich bei der Pyrolyse im Innenbereich Gase bilden konnten, die dann zuweilen eine Sprengung des gesamten Ofens zur Folge hatten. Darüber hinaus war es körperlich harte Arbeit, die durch den „Teerschweler“ und seine Gehilfen, namentlich die „Halben-“ oder „Hälftenhauer“ bewerkstelligt wurde. Letztgenannte klöbten das zu verwendende Holz auf. Aus einem Raummeter Klobenholz wurden rund 120 Kilogramm Holzkohle und etwa 10 Liter Holzteer gewonnen. Daneben fielen Kienöl, Holzessig, Terpentin und Wasser an.

Nebenprodukte

Auch diese Nebenprodukte waren auf dem Markt begehrt. Das Kienöl leistete beispielsweise gute Dienste bei der Herstellung von (Siegel-)Lacken und Ölfarben. Und selbst das anfallende Wasser erfuhr in früherer Zeit eine Nachnutzung als sogenanntes „Oleum pini“, dessen märkische Herkunft und Art der Herstellung sogar in den Werken der Hausväterliteratur, speziell in der „Œconomia ruralis et domestica“ des evangelischen Pfarrers Johannes Colerus (1566–1639), Aufnahme fand. Von einem „Oleum de Tenso“ ist da die Rede: „Denn Tenso [= Densow/Landkreis Uckermark] ist eine Heyde, da man von der Himmelpfort gen Templin reyset/da hats viel Theerhütten/die Feldmarck heißt Tenso. Es ist die viertzig Jahr da gemacht worden […] Von dannen hat mans heufig weggeholet/vnd weit von fern vmbher getragen vnd verkaufft. Es reucht wie Theer/aber die Landtfahrer habens vor Balsam oder Spickenwasser verkaufft/vnd haben nur ein troepfflein Spickenoehl darauff gegossen/so hats den Theerichten Geruch verlohren […].“ (Colerus 1645, 33) Das so entstandene Mittelchen überregionaler Bekanntheit sollte gegen Fäulnis und, mit Rosenhonig vermischt, sogar gegen die Pest helfen. Ferner wurde es bei erfrorenen Gliedern und als allgemeines Schmerzmittel genutzt. Heilende Wirkung versprach man sich bis weit ins 19. Jahrhundert auch von Teer- oder Pechpflastern bei diversen Hautproblemen.

Die produzierte Holzkohle war hochwertig und wurde u. a. an Schmieden, Eisenschmelzen, Ziegeleien, Kalkbrennereien und Glashütten verkauft, fand aber auch in privaten Haushalten zum Kochen und Heizen Anwendung.

Teer- und Pechnutzung

Das Hauptprodukt jedoch war der Teer. Er und das daraus gewonnene Pech fanden zur damaligen Zeit vielseitige Verwendung, vor allem bei anderen Handwerkern als Dichtungs- und Imprägniermittel. Schiffstaue, Bauhölzer („Holzteer“) ja sogar Metalle wurden per Anstrich vor Verwitterung bzw. Korrosion geschützt. Auch als Schmiermittel für Wagenachsen („Wer gut schmiert, der gut fährt!“) war Teer geeignet, weshalb stets ein entsprechend gefüllter Eimer am hinteren Ende des Anhängers deponiert wurde. So hatten die von Trott auf Badingen (Landkreis Oberhavel) 1648/49 einen Jahresverbrauch von wenigstens „2 Tonnen wagen Schmer“ (BLHA, Rep. 37, Herrschaft Badingen, Nr. 35, fol. 14v.) zu verzeichnen.

Selbst als Brennstoff für die Zimmerbeleuchtung wurden die Produkte von Teerschwelern genutzt. Fackeln wurden mit Teer getränkt, sauberes Pech mit Lauge verkocht ergab Seife. Im Schusterhandwerk wurde zur Ledergerbung und -konservierung bevorzugt Teer verwandt („Schusterpech“), sowie mit Pech imprägnierte Fäden („Pechdrähte“) zur soliden Befestigung von Schuhsohlen genutzt.

Allmählicher Niedergang

Nachteilig für die Teerproduktion war sicherlich der damals recht hohe, allgemeine Holzbedarf in Kombination mit einer immobilen Produktionsstätte und das Aufkommen von leichter zu gewinnenden Alternativrohstoffen wie Torf, Braunkohle und Steinkohle. Schließlich klagten die „Teerbrenner“ der Himmelpforter Heide bereits 1728 darüber, dass die sie umgebenden Flächen stark von ihnen geräumt worden sind. Sie nutzten diese Flächen deshalb eher landwirtschaftlich oder hielten sich Weidevieh darauf, als dass sie in ihrer eigentlichen Berufung wirtschafteten. Kontraproduktiv wirkten sich vermutlich auch zeitweilige Fernhandels- und Ausfuhrverbote aus. Im Jahr 1775 wurde ihnen laut Pachtvertrag von landesherrlicher Seite auf sechs Jahre untersagt „von den Theer, Pech, Kohlen nichts außerhalb des Landes zu verkaufen, zu verfahren oder an Aufkäufern zu veräußern.“ (BLHA, Rep. 2, Kurmärk. Kriegs- und Domänenkammer, F. 1519, fol. 90r–90v.)

Das endgültige Aus für die Teerofenwirtschaft kam in brandenburgischen Landen – abgesehen von wenigen Ausnahmen – jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im bereits erwähnten Zootzen, wo der Betreiber des Ofens in der Dorfkirche sogar über einen eigenen „Teerschwelerstuhl“ in der Kirche verfügte, wurde mit dem Tod des letzten Pächters der Betrieb im Jahre 1853 eingestellt. Der Staat hob die Verpachtung auf und die verbliebenen Gebäude mussten von den Erben des Verstorbenen entfernt werden. Ein Wohnhaus blieb allerdings bestehen und wurde zur Dienstunterkunft des neuen königlichen Forstaufseher-Schutzbezirks Regelsdorf umgewandelt. Nicht selten entwickelten sich aus oder bei Teerofensiedlungen jedoch auch Vorwerke oder kleinere Ortschaften (z. B. Sähle/Landkreis Uckermark), zuweilen wurde nach dem Abriss der Anlagen einfach aufgeforstet (z. B. Menz/Landkreis Oberhavel). Wie landschafts- und lebenskulturprägend die Existenz der Teeröfen für die Mark Brandenburg gewesen ist, lässt uns Theodor Fontane wissen, der auf seinen Wanderungen auch durch die Menzer Forst kam, wo sich einst wenigstens sechs solcher Öfen fanden (Abb. 5, 6).

Eine vollständige Erfassung der ehemaligen Pechhütten und/oder Teerschwelereien im Land Brandenburg steht leider noch aus. Scamoni konnte für den Zeitraum von 1780–1830 im nordostdeutschen Raum (etwa Höhe Hoyerswerda bis Ostseeküste) 313 Teerofenstandorte nachweisen (Scamoni 1955, 178–183). Volz gibt für die gesamte Kurmark 116 Teeröfen im Jahr 1785 an (Volz 1998, 14), im alten Kreisgebiet Luckau waren 1820 beispielsweise zwölf Pechhütten zu finden (Hoffmann/Nitsche 2000, 49). Aus diesen Untersuchungen wird deutlich, dass es Räume mit hoher Dichte an Teeröfen gab, wie etwa die westliche Uckermark, die nördliche Oberhavelregion oder auch das Gebiet zwischen Oranienburg und Eberswalde. In manchen Ecken scheinen sie dagegen völlig gefehlt zu haben, wie beispielsweise zwischen Neuruppin, Havelberg und Nauen oder nördlich von Zossen. Dem Standort förderlich war offensichtlich das natürliche Vorkommen der märkischen Kiefer.

Quellen

Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin, Stück 26 (1. 7. 1853).

Colerus, Johannes: Œconomia ruralis et domestica., Das ist: Ein sehr nutzliches allgemeines Hauß-Buch vnd kurtze Beschreibung vom Haußhalten/Wein-/Acker-, Garten-, Blumen- vnd Feldbaw, Bd. 2. Mainz 1645, S. 33.

Gercken, Philipp Wilhelm: Codex diplomaticus Brandenburgensis, Bd. 6. Stendal 1778, S. 566–567 (Nr. 139).

Lehmann, Rudolf (Hrsg.): Urkundenbuch des Klosters Dobrilugk und seiner Besitzungen, Textband (= Urkundenbuch zur Geschichte der Markgraftums Niederlausitz, 5). Leipzig/Dresden 1941, S. 119, Nr. 136.

Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellenschriften für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten. 4 Hauptteile A-D mit 35 Bde. 1 Supplement-Bd. 5 Register-Bde. Herausgegeben von Adolph Friedrich Riedel. Berlin 1838-1869, hier CDB A XIII, S. 131 (Nr. VII). [Siehe: Hier]

BLHA, Rep. 2, Kurmärk. Kriegs- und Domänenkammer, F. 1517. Schreiben vom 19. 04. 1728.

BLHA, Rep. 2, Kurmärk. Kriegs- und Domänenkammer, F 1519, fol. 90r–90v u. 253r–254r. Schreiben vom 08. 07. 1775 u. 17. 03. 1783.

BLHA, Rep. 16, Nachlass Wendt, Nr. 473, u. a. S. 269, 272, 276, 277, 290, 305.

BLHA, Rep. 37, Herrschaft Badingen, Nr. 18. Schreiben vom 07. 08. 1583.

BLHA, Rep. 37, Herrschaft Badingen, Nr. 35, fol. 14v.

GStA PK, I. HA, Rep. 23, Nr. 21-1. Schreiben vom 11. 03. 1596.

GStA PK, II. HA, Abt. 33, Forstdepartemet, Kurmark, Tit. LX, Nr. 76. Schreiben vom 25. 11. 1782 u. 30. 01. 1783.

Pfarrarchiv Lychen, Der Zusammen gelegte Dörfer Rutenberg, Himmelpfort, Bredereich und Thymen ordentliches Kirchenbuch angeschaffet im Jahr Christi M. DC XII [...]., S. 23, 578, 586, 588, 615, 645.

Literatur

Autorengruppe: Das Rheinsberg – Fürstenberger Seengebiet, Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme in den Gebieten von Zechlin, Rheinsberg, Fürstenberg und Himmelpfort (= Werte unserer Heimat, Heimatkundliche Bestandsaufnahme in der Deutschen Demokratischen Republik; 25). Berlin 1974.

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Hoffmann, Kerstin/Nitsche, Dieter: Spezialisiertes Gewerbe braucht Holz. Viele Wälder verschwinden. In: Umwelt und Mensch, Archäologische Entdeckungen aus der Frühzeit der Niederlausitz (hrsg. vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum). Wünsdorf 2000, S. 40–49.

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Stimming, R.: Das Vorkommen von Harz in der prähistorischen Zeit und seine Verwendungsweise in der Mark Brandenburg. In: Praehistorische Zeitschrift 6 (1914), Heft 1/2, S. 192–193.

Thinius, Günter: Rauch in den Wäldern und Pech in acht Tagen. In: Heimatkalender für die Region Herzberg 7 (1997), S. 32–34.

Volz, Joachim: Kultureller oder sterbender Wald? Waldnutzung in der Uckermark. Templin 1998.

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Wessolowski, Hans Joachim: Briefe an Lehnchen. Aus dem Leben der Familie Schwarz in der Uckermark und Berlin 1846–1924. Stade (Selbstverlag des Verfassers) 1999.

Abbildungsnachweis

Abb. 1, 2 L. H. J. Wiesenhavern: Abhandlung über das Theer- oder Pechbrennen, Breslau und Hirschberg 1793.

Abb. 3 https://nat.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=828571 (CC-BY-NC-SA @ Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig).

Abb. 4 Staatsbibliothek Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Kartensammlung, Signatur Y 16690-17b (Sammlung einiger schöner Ansichten der in Herzogthum Crossen befindlichen Gräflich Finckensteinischen Güter).

Abb. 5 BLHA, Rep. 2. A III F, 17678/2, fol 49r.

Abb. 6 Dietrich, Ralf: Die Teerschwelerei in Brandenburg am Beispiel Dietrichsofen. In: Jahrbuch für Brandenburgische Landesgeschichte 56 (2005), S. 171, Abb. 6.

Empfohlene Zitierweise

Huth, Mario: Teeröfen und Pechhütten, publiziert am 22.03.2021; in: Historisches Lexikon Brandenburgs, URL: http://www.brandenburgikon.de (TT.MM.JJJJ)

Kategorien

Epochen: Spätes Mittelalter - Konfessonelles Zeitalter - Absolutismus / Aufklärung - Preußische Provinz
Themen: Ländlicher Raum - Wirtschaft - Umwelt und Naturraum


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