Jungsteinzeit (Neolithikum)

Günter Wetzel

Das Wesen der neolithischen Epoche – die „neolithische Revolution“

Der Begriff „Neolithische Revolution“ wurde vom britischen Archäologen Gordon Childe geprägt. Anders als bei politischen Revolutionen, die in kurzer Zeit stattfinden, handelt es sich um einen Prozess der wirtschaftlichen Entwicklung, der Jahrtausende andauerte und – bezogen auf Europa – seinen Ursprung im Vorderen Orient im 10. und 9. Jahrtausend v. Chr. hatte. Es ist der Übergang von der aneignenden Wirtschaftsweise, bei der sich der Mensch zum Lebensunterhalt der Natur durch Jagen, Sammeln und Fischen bedient, zur produzierenden Wirtschaftsweise, bei der der Mensch zielgerichtet in das Naturgeschehen eingreift, um sich von Zufälligkeiten in der Natur unabhängiger zu machen. Pflanzen und Tiere werden gezähmt und gezüchtet und für die Zwecke des Menschen produktiver gemacht. Dies ist nur in Jahrhunderten und durch Selektion nach dem Zufallsprinzip zu erreichen. Diese neue Wirtschaftsweise „wanderte“ im Laufe mehrerer Jahrtausende nach Nordwesten über den Balkan nach Mitteleuropa (Abb. 1). Hier setzte sie sich zwischen dem 6. und 3. Jahrtausend sukzessive gegenüber der jägerischen mittelsteinzeitlichen örtlichen Bevölkerung durch. Inzwischen wissen wir dank aDNA-Untersuchungen an Menschenknochen, dass dieser Umschwung in der Wirtschaft auch mit einer Wanderbewegung zusammenhängt (Krause/Trappe 2019). Mit einem sicheren Angebot an Nahrung, was durchaus auch nur auf Sammelwirtschaft oder einem Überangebot an Wild beruhen kann, wie im Vorderen Orient, entstehen feste Siedlungen. Von Jägern und Sammlern im Wald sind nur leichte Hüttenbauten bekannt.

Die einwandernden Bodenbauer und Viehhalter mussten zunächst Wald roden, um Platz für Siedlung und Acker freizumachen. Sie errichteten feste Langhäuser mit bis dahin unbekannten Dimensionen. Stabile verzimmerte Holzgebinde aus Eichenholz für Häuser mit Längen bis zu 30m und Breiten bis zu 10m, einer geschätzten Firsthöhe von 6–8m, mit Lehm-Flechtwerkwänden und Riet- oder Rindendach, boten Raum für ganze Sippen von Menschen (Abb. 2). Die Holzbautechnik mit Verkämmungen in Blockbautechnik, Verzapfungen und Verblattungen kommt der romanischen mittelalterlichen Zimmermannstechnik schon nahe, hier aber nur mit Steinwerkzeugen bewerkstelligt. Sie ist von den zeitgleichen Brunnenbauten überliefert (Abb. 3). Die Regelmäßigkeit der Bauten lässt sich auf die Anwendung bekannter Maßeinheiten rückführen, Schriftzeugnisse fehlen aus dieser Zeit. Die Auswahl der Böden für die Ackerflächen, von hochwasserfreien Siedlungsplätzen und der Standorte für die Brunnen lässt auf tiefgreifende Kenntnisse der natürlichen Gegebenheiten schließen, die auf der Kenntnis von Bodensubstrat und vorhandenem Bewuchs beruhten.

An Nutzpflanzen wurden von den Neusiedlern Emmer, Einkorn, Gerste, Erbsen, Linse, Lein und Mohn mitgebracht und angebaut. Daneben nutzen sie natürlich einheimische Wildpflanzen und Früchte. Im Bodenbau dominierte vermutlich der Hackbau vor dem Pflugbau.

Die Züchtung und Nutzung bestimmter Tierarten zielte nicht nur auf Haustiere, sondern auch auf Last- und Zugtiere, später auch Reittiere. Der Hund war bereits in der Mittelsteinzeit aus dem Wolf domestiziert worden. Tiere wurden in vielfältiger Weise genutzt. Sämtliche großen heutigen Haustierrassen wurden damals aus Wildformen gezüchtet und hierher „mitgebracht“, wie man inzwischen durch DNA-Untersuchungen belegen kann. Rind, Schwein, Schaf und Ziege lieferten neben Fleisch, Blut und Milch auch Rohstoffe für Leder, für Sehnen, für die Textilherstellung und für Knochengeräte. Problematisch mag es gewesen sein, die Tiere über den Winter zu bekommen. Stallhaltung in den großen Häusern ist bisher nicht nachgewiesen.

Sowohl die Haare der Tierfelle als auch Pflanzenfasern wurden durch Spinnen zu Fäden und diese durch Weben zu Tuchen verarbeitet. Damit wird eine neue Art der Kleidung eingeführt, die neben der bis dahin üblichen Leder- und Fellkleidung wesentlich mehr Variationsmöglichkeiten bot. Bekannt sind sogar schleierartige Gewebe. Selten haben sich Abdrücke solcher Gewebe im Ton oder gar verkohlte Originale erhalten. Darstellungen von stilisierten Menschenfiguren und Tonmodelle lassen Rückschlüsse auf die Art der Kleidung und sogar auf Frisuren zu.

In diese Zeit fallen bedeutende Erfindungen, die den Namen „Revolution“ für die Menschheitsentwicklung begründeten: die Verwendung von Rolle, schiefer Ebene und Hebel als Lastentransportmittel – man denke an die Megalithgräber (Abb. 4), die Erfindung des Rades, des Wagens, die Erfindung des Pfluges, die Erfindung des Steinsägens, -schleifens und -bohrens und auch des Spaltens großer Steine. Die für den Holzbau, für das Roden des Waldes und weitere Tätigkeiten notwendigen Steingeräte wurden zweckmäßig weiterentwickelt. Typisches Holzbearbeitungsgerät ist das Querbeil, der so genannte Dechsel, in variablen Größen (Abb. 5). Das Rohmaterial eines Großteils dieser Geräte wurde südlich vom Zittauer Gebirge bei Jistebsko bergmännisch im Grubenbergbau gewonnen. Der Austausch von Rohmaterial und Fertigprodukten mit bestimmten Gesteinen, Bernstein, Schmuck und Metallen über große Entfernungen beginnt.

Die medizinischen Kenntnisse waren bereits erstaunlich. Man beherrschte neben normalen Heilungen von Krankheiten, Wunden und Knochenbrüchen auch die Trepanationskunst (operative Schädelöffnung) (Abb. 6), für die eine höhere Überlebensrate als für das Mittelalter nachweisbar ist (Behm-Blancke 1964; Ullrich 1971). Der Grund für die Trepanationen kann in der Wundversorgung nach Kämpfen oder Stürzen, aber auch im psychosomatischen Bereich gesucht werden. Die Wundversorgung dürfte sich gegenüber denjenigen der Jäger und Sammler weiterentwickelt haben, zumal bekannt ist, dass auch schwere Verletzungen mit langen Pflegezeiten erfolgreich behandelt wurden. Die Untersuchung der Krankheitsbelastung dieser Gesellschaften lässt Rückschlüsse für die heutige Medizin zu. Das Tätowieren wurde vermutlich bereits vorher ausgeübt, ist aber erst für diese Zeit nachgewiesen.

Das Fazit aus diesen vielen Neuerungen in der Wirtschaft, die natürlich auch zu vielen neuen Entwicklungen im Überbau, in den Glaubensvorstellungen, im Bestattungswesen, im Kult, aber auch im Leben miteinander führten (Stichwort Befestigungsbau, kriegerische Auseinandersetzungen nicht nur mit den verdrängten Jägern und Sammlern), ist, dass in dieser Zeitepoche nach Jahrmillionen menschlicher Entwicklung die Grundlagen für unsere heutige Kultur, auch mit allen negativen Tendenzen, gelegt wurden.

Einteilung der Jungsteinzeit in Zeitstufen und Kulturgruppen

Die Entwicklung der archäologischen Wissenschaft bedingte, dass nach dem reinen Sammeln von Funden die Phase der Sichtung und Ordnung als einzigen Quellen begann. Neben den inzwischen auch als eigenständigen Quellen erkannten oberirdisch sichtbaren Bodendenkmalen wie Großsteingräbern (Abb. 4), Grabhügeln und Burgwällen wurde den Befunden in der Erde wie Siedlungsgruben, Pfostengrundrissen, Brunnen (Abb. 7) oder Gräbern vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Im Ergebnis dessen konnten verschiedene regionale Verbreitungen bestimmter Keramiken, Steinwerkzeuge, Grabsitten und Siedlungsweisen festgestellt werden. Als Hilfskonstruktion zur Verständigung unter den Wissenschaftlern benannte man sie mit dem Namen „Kultur“ oder „Gruppe“. Bestimmt wurden diese jeweils durch eine charakteristische Besonderheit der Gefäßform oder -verzierung bzw. des Grabritus (Bandkeramik, Kugelamphorenkultur, Schnurkeramische Kultur, Einzelgrabkultur), nach einem wichtigen oder Erstfundort (Baalberger Kultur, Schönfelder Kultur) oder einer Hauptverbreitungsregion (Havelländische Kultur, Oderschnurkeramik). Die Entdeckung kultureller Einheiten dauert bis heute an. Diese als Kultur oder Gruppe benannten materiellen Hinterlassenschaften sind nicht identisch zu setzen mit ethnischen Kulturen oder Gruppen, sie können es aber sein.

Die Jungsteinzeit (Neolithikum; 5200–2000 v. Chr.) im brandenburgischen Raum ist eingebettet zwischen die Mittelsteinzeit (Mesolithikum; 9000–4000/3000 v. Chr.) und die Bronzezeit (2200/2000–750 v. Chr.). Die Größe des Raumes bedingt, dass in den zeitlichen Überschneidungsbereichen jeweils verschiedene Wirtschaftsweisen und ethnische Gruppen nebeneinander existierten. Grenzverläufe sind nur gelegentlich auszumachen oder zu vermuten. Die Sprache dieser Zeit ist nicht bekannt.

Das Endmesolithikum (5500-4000 v. Chr.) reicht zwischen Elbe und Oder bis weit in die neolithische Zeit hinein, existiert also im gleichen Raum in bestimmten Landschaften, die für die Bauern ungeeignet waren. Beispiele für die Koexistenz von jägerischer Bevölkerung und ackerbautreibenden Siedlern bietet die Völkerkunde. Als Besonderheit wurde jüngst eine keramikführende Jäger- und Fischerbevölkerung in unserem Raum als -> Friesack-Boberger Gruppe herausgestellt (Boberg bei Hamburg; Wetzel 2015; Thielen 2017). Es ist der erste Nachweis, dass binnenländische Fischer-, Jäger- und Sammlergruppen zwischen Elbe und Oder, mit Ausnahme der Ostseeküstenregion, wo dies seit langem bekannt ist, sich die Keramikherstellung aneigneten. Keramik und geschliffene/gebohrte Steingeräte wurden bisher als typisch nur für die Jungsteinzeit angesehen. Die Erforschung der Bandbreite und Datierung dieser endmesolithischen Gruppe (um 4600-3800 v. Chr.) steht noch am Anfang, bedingt durch die spezielle Fundsituation an und in Niederungen und Mooren.

Die Jungsteinzeit wird nach unterschiedlichen Kriterien (Einführung der neuen Wirtschaftsweise, Bestattungssitten, Gebrauch von besonderen Waffen u. a.) in unserem Raum in das Früh-, das Mittel- und Spätneolithikum unterteilt. Für andere Gegenden Deutschlands gelten andere Inhalte oder auch differenziertere Gliederungen.

Als Frühneolithikum wird der Zeitabschnitt bezeichnet, in dem sich die neue Wirtschaftsweise in der jeweiligen Region durchgesetzt hat. Im Gegensatz zu Mitteldeutschland, wo dies relativ flächendeckend und relativ schnell durch die frühe Bandkeramik gegeben ist, wurde in Brandenburg bzw. zwischen Elbe und Oder und östlich davon die Landwirtschaft und Viehhaltung regional zu unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlichen Kulturen eingeführt. Daneben existierten weiterhin jägerische Gruppen. Deshalb zieht sich der Prozess der „Neolithisierung“ in Brandenburg über einen längeren Zeitraum hin, etwa von 5200–4000/3800 v. Chr. Zum Frühneolithikum des Gebietes zwischen Elbe und Oder werden folgende Kulturgruppen oder Untergruppen gerechnet, die jeweils Anteil an der Durchsetzung der bäuerlichen Wirtschaftsweise hatten und die ihren Schwerpunkt außerhalb Brandenburgs haben :

-> Linienbandkeramik

-> Stichbandkeramik / Stichreihenkeramik

-> Rössener Kultur

-> Brześć Kujawski Gruppe / Guhrauer Gruppe

-> Michelsberger Kultur

-> Frühe Trichterbecherkultur

-> Baalberger Kultur.

Das Mittelneolithikum (3800/3500–2800 v. Chr.) ist der Zeitabschnitt der konsolidierten neolithischen Wirtschaftsweise. Die schwerpunktmäßig jägerische oder auf Fischfang ausgerichtete Wirtschaftskomponente ist aber bei einigen Restgruppen noch vorhanden. Das Rind spielt eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft. Der Grabbau wird vielseitiger, die Fernbeziehungen vervielfältigen sich. Es beinhaltet die folgenden Kulturgruppen:

-> Nordische Trichterbecherkultur

-> Übergangshorizont

-> Salzmünder Kultur

-> Uckermärkische Gruppe

-> Walternienburger Kultur

-> Altmärkische Tiefstichkeramik

-> Britzer Kultur

-> Waltersdorfer Gruppe

-> Havelländische Kultur

-> Fischbecker Gruppe der -> Schönfelder Kultur

-> Bernburger Kultur

-> Kugelamphorenkultur.

Letztere beide stehen an der Schwelle zum folgenden Spätneolithikum.

Im Spätneolithikum (2800–2200/2000 v. Chr.) dominierten einige größere „Kulturkreise“ wie die Einzelgrabkultur, die Schnurkeramik und die Glockenbecherkultur das Geschehen. Markanter treten jetzt die Bewaffnungen wie Streitäxte, Dolche und Pfeilspitzen in den Vordergrund, weshalb auch der Oberbegriff „Streitaxtkulturen“ für sie verwendet wird. Als vorherrschende Gefäßform führte der Becher zum ebenfalls verwendeten Begriff der „Becherkulturen“. Das Spätneolithikum beinhaltet:

-> die Schnurkeramik

-> die Einzelgrabkultur

-> die Oderschnurkeramik

-> die Schönfelder Kultur

-> die Ammenslebener Gruppe der -> Schönfelder Kultur

-> die Glockenbecherkultur

-> die Dolchzeit.

Wirtschaft

Zur Wirtschaft sind im heutigen Land Brandenburg und den angrenzenden Regionen zwischen Oder und Neiße vielfältige Befunde gesichert. Aus der Bandkeramik wurden bei Lietzow nahe Nauen aus einer Ofengrube verkohlte Reste von Getreide gesichert (Hahn-Weishaupt 2014). Gleiches ist aus Siedlungsgruben der Rössener Kultur und der Britzer Kultur bekannt (Lehmphul 2015). Das Spektrum wird durch vereinzelte Abdrücke von Samen- und Getreidekörnern aus verschiedenen Kulturgruppen ergänzt (Schulze-Motel/Wetzel 1979). Tierknochenuntersuchungen an jungsteinzeitlichen Siedlungsfunden sind stark unterrepräsentiert. Aus dem Frühneolithikum liegen sie für das Havelland (Benecke/Hanik 2016) und die Uckermark vor (Teichert 1974). Die zahlreichen Rinderbestattungen zu Kultzwecken, so besonders vor der Totenhütte der Havelländischen Kultur bei Buchow-Karpzow (Kirsch/Plate 1984; Teichert 1984), lassen für das Mittelneolithikum auf einen ausreichenden Viehbestand schließen (u. a. Benecke 1996). Die Tatsache, dass in einigen Fällen solche Tiere mit Amuletten ausgestattet waren, zeigt den hohen Stellenwert von Rindern in der damaligen Gesellschaft. Dass neben der Haustierhaltung auch Jagd betrieben wurde, beweisen beispielsweise die als Schmuck verwendeten Tierzahnanhänger aus der gleichen Totenhütte, aber auch der Anteil an Jagdwild gegenüber den Haustieren (Benecke/Hanik 2016). In einigen Fällen werden auch reine Jagdstationen noch von den Ackerbauern aufgesucht worden sein (Friesack 4, Landkreis Havelland: Benecke 2016). Spinnwirtel und tönerne Webgewichte belegen die Herstellung von Textilien.

Abgesehen von einigen einzelnen Hausgrundrissen der Trichterbecher- (Hoffmann 1940) und Schönfelder Kultur, die bereits vor 1945 bekannt waren, konnten durch die Luftbildprospektion (Abb. 8, 27), durch Ausgrabungen (Uhl 2007) und durch geophysikalische Prospektionen inzwischen besonders für das frühe Neolithikum, hier speziell die Linienbandkeramik, zahlreiche Hausgrundrisse in Dorfstellen gesichert werden (Braasch/Wetzel 2001b; Uhl 2007; Mischka/Wetzel 2015). Schwieriger sind offensichtlich Hausgrundrisse und Dorfstellen des Mittel- und Spätneolithikums zu fassen (Beran 2009). Zu dem Röhrenbrunnen aus einem hohlen Eichenstamm der Rössener Kultur von Dyrotz gibt es weithin keine Parallele, er beweist aber die Sesshaftigkeit (Wetzel/Babiel 2016) (Abb. 7). Es ist zugleich der erste neolithische Brunnen im Land Brandenburg.

Befestigungen, Waffen, Werkzeuge

Nicht belegt sind Vermutungen über neolithische Befestigungen, wie sie anderswo bestanden (Braasch/Wetzel 2011; Braasch/Lehmphul/Wetzel 2012). Ein Grabenwerk bei Dyrotz konnte inzwischen in das frühe Neolithikum datiert werden (Ungerath/Cziesla 2007; Bleckmann frdl. Mitt.). Die als trichterbecherzeitlich vermuteten Mehrfachgrabenanlagen von Berge und Dyrotz (Abb. 8) sind noch nicht durch naturwissenschaftliche Datierungen bestätigt worden (Braasch/Wetzel 2001a).

Bewaffnung und Werkzeuge sind wesentliche Quellen zur Einteilung der Jungsteinzeit in Kulturen und Gruppen. Sie geben zugleich Kenntnis über den Stand der Produktivkräfte. Das übliche Holzbearbeitungsgerät war das Beil aus Feuerstein oder Felsgestein (Abb. 9). Felsgesteinbeile sind regulär geschliffen, Feuersteinbeile können geschliffen oder auch nur geschlagen zugerichtet sein. Querbeile (Dechsel) sind vorwiegend aus der Bandkeramik, und hier aus Felsgestein, sowie aus der Kugelamphorenkultur, hier aus Feuerstein, bekannt. Hochgewölbte Dechsel nennt man nach der Grundform Schuhleistenkeile (Abb. 5). Sie können auch gelocht sein. Für etwa dreieckige Grundformen wurde der Begriff „Plättbolzen“ geprägt.

Äxte nennt man gelochte Steingeräteformen. Es können schlichte Arbeitsäxte sein, die natürlich, wie auch Beile, als Waffen Verwendung gefunden haben können. Ab der frühen Trichterbecherkultur treten die ersten speziell als Streitäxte anzusehenden Äxte auf (Knaufhammeräxte, Amazonenäxte, Nackenkammäxte, Facettenäxte u. a.). Sie können auch Repräsentationsobjekte gewesen sein (Abb. 9). Neben diesen Streitäxten gab es schlichte Keulenköpfe und Holzkeulen. Kopfverletzungen lassen die Wucht dieser Waffen erkennen. Zur Bewaffnung zählten des Weiteren Pfeil, Bogen und Dolch. Während sich die querschneidigen Pfeilspitzen des Mittelneolithikums und der Schönfelder Kultur nur zur Jagd geeignet haben dürften, waren die lanzettförmigen und dreieckigen Pfeilspitzen des Mittel- und Spätneolithikums auch als Waffe gegen den Menschen üblich (siehe beim Ötzi). Speziell für die Glockenbecherkultur ist die Armschutzplatte typisch, die Schutz bot gegen die rückschnellende Bogensehne, woraus auch die Bedeutung dieser Waffe zu erschließen ist. Für den Nahkampf war der Feuersteindolch gedacht. Zugleich diente er aber wohl auch als Werkzeug und als Repräsentationsobjekt, wie noch heute im Jemen. Für die Glockenbecherkultur sind erste Dolche aus Kupfer überliefert. Sie sind so klein, dass sie nicht als Waffe zu gebrauchen waren.

Werkzeuge waren neben den vorgenannten Großobjekten verschiedene Geräte aus unterschiedlichen Materialien. Messer, Schaber, Kratzer, Stichel und Bohrer wurden aus Feuerstein hergestellt. Zum Sägen und Schleifen von Steinmaterial verwendete man vermutlich ebenfalls Felsgestein, neben Sand und Wasser. Zum Bohren von Felsgestein konnte ein Röhrenknochen oder Holunderholz verwendet werden. In der Havelländischen Kultur war die Mitgabe eines Feuerschlägerbesteckes aus einem dreikantig zugerichteten Feuerstein und einer Quarzitsteinplatte ins Grab üblich. Aus Holz und Knochen wurden neben Waffen auch Pfriemen, Nadeln und Schaber aller Art gefertigt. Für Nadeln mit lang ausgezogener dünner Spitze vermutet man die Verwendung als Tätowiergerät.

Keramik

Im Gegensatz zu den jägerischen Waldkulturen, deren Behältersystem weitgehend aus Holz- und Rindengefäßen sowie aus geflochtenen Beuteln bestand, erweitert sich der Gefäßbestand in der Jungsteinzeit mit der Töpferei. Das war notwendig zur Vorratshaltung. Es wurden für die verschiedensten Zwecke spezielle Keramiken hergestellt. Neben Koch- und Trinkgefäßen gab es Teller als Deckel oder Unterlieger für die Brotherstellung, Vorratsgefäße mit Größen bis zu 80cm, Kultgefäße wie Trommeln, Kragenflaschen und Tüllengefäße (Abb. 10) sowie auch Votivfiguren. Die Verzierung der Keramik mit eingestochenen oder eingeritzten Mustern, die sich nach Kulturen unterscheiden lassen, hatte nicht nur ornamentale Bedeutung (Abb. 11-15). Gerade aus der Bandkeramik sind inzwischen Beispiele bekannt, wo ältere eingeritzte Muster überdeckt werden von anderen jüngeren Birkenrindenmustern, die mit Pech aufgeklebt oder übermalt wurden. Bemalte Keramik ist von Rhinow (Sprockhoff 1926) altbekannt. Diese Muster haben kulturelle oder kultische Bedeutung, die uns meist unbekannt bleibt. Offen liegt sie bei Sonnen- oder Regensymbolen, so auch bei den mit einem Strahlen- oder Parabelmuster verzierten Kalottenschalen der Schönfelder Kultur. Die eingestochene Verzierung der Keramik wurde mit weißer oder roter Masse (Kalk, zerriebene Knochenasche; Rötel) ausgelegt, so dass die Muster kräftig hervortraten. Neben der Keramik gab es weiterhin ein nur selten gefundenes Spektrum an Behältnissen und Gegenständen des täglichen Gebrauchs aus Holz (Abb. 16) und anderen organischen Grundstoffen.

Metalle und Schmuck

Im Süden entwickelte sich sehr früh (für hiesige Verhältnisse) die Metallurgie, beginnend mit Gold und Kupfer. Solche Objekte finden über den Handel als Statussymbol auch den Weg in den Norden (Abb. 17). Sehr früh dürfte ein kleines Kupferbeil von Hohenbrück sein, das aus reinem Kupfer besteht. Es gehört vielleicht in die frühe Trichterbecherkultur. Zeitgleich mit der Stichreihenkeramik ist vermutlich eine Kupferaxt aus Frankfurt/Oder (Kriegsverlust). Kupferspiralen oder Anhänger aus verschiedenen Gräbern und auch Siedlungen (Grothe/Dirks 2014), erst jüngst wieder aus Melzow in der Uckermark (Dirks/Stark 2016), unterstreichen den persönlichen Wert des rotglänzenden Metalls. Den bisher ältesten Goldfund des Landes in Form von sechs Ohr- oder Haarringen barg eine Dreifachbestattung der Glockenbecherkultur bei Wustermark (Schwarzländer 2018).

Jungsteinzeitlicher Schmuck im brandenburgischen Raum bestand zumeist aus Tierzähnen und -knochen, die gelocht als Halskette getragen wurden. Daneben gab es aus Knochen gearbeitete einfache runde, längliche, auch gekerbte Knochenperlen und Perlen in Knebel- und Doppelaxtform (Abb. 18). Alle diese Formen liegen auch als Bernsteinperlen vor, deren Rohstoff wohl von der Ostseeküste stammte (Abb. 19). Es gab Sonderformen als Amulettanhänger, wobei manchen Tierknochen durchaus auch Amulettcharakter zugesprochen werden kann. So z. B., wenn einem Kind Tierzahnschmuck, vielleicht als Hilfe für das Zahnen, beigegeben wurde. Schließlich sei auf den Schmuck aus Metallen wie Kupfer und Gold hingewiesen. Weiterhin existierte ohne Zweifel Schmuck aus vergänglichen Materialien. Dazu zählt natürlich auch die Kleidung.

Bestattungen

In den Bestattungssitten spiegelt sich ein Teil des geistigen Lebens der Jungsteinzeit. Vorherrschend ist die Körperbestattung auf kleinen oder auch größeren Friedhöfen. Die Toten finden sich entweder in Strecklage oder in Schlafstellung, sogenannter Hocklage, beigesetzt. Dabei wurden je nach Geschlecht und Kulturzugehörigkeit bestimmte Regeln eingehalten, so die Orientierung des Kopfes als wichtigem Organ nach den Haupthimmelsrichtungen und die Seitenlage bei Hockstellung nach dem Geschlecht (Abb. 20). Daraus kann man meist Rückschlüsse auf die kulturelle Zugehörigkeit ziehen, wenn keine Beigaben vorhanden sind. Üblich war die Mitgabe von Gefäßen, Geräten, Waffen und Schmuck für das Leben im Jenseits. Sie geben einen Anhaltspunkt für die kulturelle Einordnung des Toten. Brandbestattungen waren zwischen Elbe und Oder seltener. Sie wurden für die Havelländische Kultur, die Kugelamphorenkultur, die Einzelgrabkultur, die Schönfelder Kultur und die Oderschnurkeramik nachgewiesen. Strikt angewendet findet sie sich nur bei der Schönfelder Kultur mit dem Schwerpunkt in der Altmark. Eine Besonderheit dürfen wir in der (bewusst?) abgebrannten Totenhütte von Buchow-Karpzow mit Resten mehrerer Toten sehen (Abb. 21). Selten sind auch Mehrfachbestattungen (Wustermark / Landkreis Havelland: Glockenbecherkultur; Falkenwalde / Landkreis Uckermark: frühe Bronzezeit) (Abb. 22).

Neben den schlichten Erdgräbern, für die oberirdische Kennzeichnung selten nachweisbar ist, gab es verschiedene andere Bestattungsformen: Großsteingräber (Megalithgräber) mit Erdüberhügelung (Abb. 23), Steinkisten oder Holzkisten in der Erde, Grabhügel (Abb. 24), Monolithgräber, hölzerne Totenhütte mit Hügel (Abb. 21), Brandplätze. Sie waren in vielen Fällen auch an bestimmte Kulturen gebunden. Im Zusammenhang mit dem Bestattungsvorgang gab es die Opferung von Tieren neben dem Grab, sofern nicht Teile von ihnen ins Grab selbst gelegt wurden. Bedeutend war die Opferung von zehn Rinderpaaren vor der Totenhütte bei Buchow-Karpzow, wobei nicht ermittelt werden konnte, ob sie gleichzeitig oder verteilt über Jahre getötet und bestattet wurden (Kirsch/Plate 1984). Die Paarigkeit läßt den Schluss zu, dass es sich um Zuggespanne gehandelt haben könnte. Hinzu kommt das Zerschlagen von Keramik am Grab, die Verwendung besonderer Gefäßformen wie Tontrommeln (Abb. 25), Kragenflaschen (Abb. 26) oder Tüllengefäßen (Abb. 10). Solche Gefäße finden sich auch auf Opferplätzen der Havelländischen Kultur bei Zachow (Kirsch/Plate 1990), Wustermark (Wetzel 2016) und Buchow-Karpzow (Kirsch/Plate 1983; Teichert 1984).

Neben dem Grabkult, in dem sich Jenseitsvorstellungen spiegeln, spielten auch andere geistige Vorstellungen eine Rolle, die sich bereits früh in den sogenannten Kreisgrabenanlagen manifestierten. Bei Bochow am Oberlauf der Nuthe ist eine Doppelkreisgrabenanlage der Stichbandkeramik entdeckt worden (Meyer 2012) (Abb. 27). Die Orientierung der gegenüberliegenden vier Grabenlücken („Eingänge“) ist auf die Nebenhimmelsrichtungen ausgerichtet, was auf gewisse astronomische Kenntnisse hinweist. Ob die hintereinander angeordneten Grabenlücken – „Eingänge“ – bei den Grabenanlagen von Berge und Dyrotz eine ähnliche Funktion hatten, wissen wir nicht, zumal die Datierung noch nicht gesichert ist.

Neben den althergebrachten Datierungsmethoden durch kunsthistorische Betrachtung der Keramikfunde und Steingeräte und stratigraphische Überlagerung, also das geologische Prinzip, nehmen heute vor allem naturwissenschaftliche Methoden breiten Raum ein. Dabei sind Fehlerquellen zu beachten, die zu einem höheren oder falschen Alter führen können. Dies betrifft besonders die Radiocarbondatierung. Hier gilt es den Reservoireffekt und Datierungsplateaus im Einzelfall bei der Probennahme einzukalkulieren. Für die genauere Jahrringchronologie gibt es zwar eine Standardkurve bis in diese Zeit, aber der Datenbestand ist noch zu gering, um im Einzelfall ein sicheres Datum zu erlangen, wie im Falle von Zachow vergeblich versucht. Generell sind neolithische Holzfunde oder gar originale Baubefunde wie Brunnen sehr spärlich vorhanden.

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Abbildungsnachweis

Abb. 1 Nach J. Lüning 2005, Bild 46.

Abb. 2 Nach J. Lüning 2005, Bild 243.

Abb. 3 Nach Stäuble/Campen 1998, Abb. 8.

Abb. 4 BLDAM, Archiv.

Abb. 5 Nach J. Lüning 2005, Bild 77.

Abb. 6 Nach Wetzel 1994, Abb. 30.

Abb. 7 Nach BLDAM, Archiv.

Abb. 8 BLDAM, Foto O. Braasch.

Abb. 9 Nach Karg/Schopper 2007, S. 19.

Abb. 10 Nach Wetzel 2017, Abb. 14a.

Abb. 11-14 BLDAM, D. Sommer.

Abb. 15 Museum Cottbus, G. Wetzel 1961.

Abb. 16 Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Bildarchiv.

Abb. 17 BLDAM, D. Sommer.

Abb. 18 BLDAM, D. Sommer.

Abb. 19 Nach Karg/Schopper 2007, S. 21.

Abb. 20 Nach Wetzel 1972, Taf. 17.

Abb. 21 Nach Wetzel 1994, Abb. 28.

Abb. 22 Nach Karg/Schopper 2007, S. 23.

Abb. 23 Dr. Matthias Schulz, Blindow.

Abb. 24 BLDAM, G. Wetzel.

Abb. 25 Museum Stendal, G. Wetzel 1964.

Abb. 26 BLDAM, M. Agthe.

Abb. 27 BLDAM, O. Braasch 2006.

Empfohlene Zitierweise

Wetzel, Günter: Jungsteinzeit (Neolithikum) publiziert am 06.03.2019; in: Historisches Lexikon Brandenburgs, URL: http://www.brandenburgikon.de (TT.MM.JJJJ)

Kategorien

Epochen: Frühzeit
Themen: Archäologie und Siedlung  


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